Eine Weile ist wieder vergangen seit dem letzten Blog entry. Ab und an hab ich immer wieder versucht was zu schreiben, aber dank Schule, Arbeit, und zu kurzen Feierabenden hab ich das geschriebene sofort wieder verworfen.

Dieser Post soll kein Appell sein im Stil von “ICH BRAUCH LIEBE, GEBT MIR LIEBE~!!”, sondern es geht mir lediglich darum, endlich alles in irgendeiner Form abzulegen als es die ganze Zeit im Kopf herumschwirren zu lassen.

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Die Leute mit einer kleinen Vorahnung werden sich spätestens jetzt zusammenkrümmen, die Hände fest am Magen gedrückt halten und um Gnade winseln, weil der heutige Entry extrem viel Emo und Reallife-Drama mit einem kleinen Touch an Romanze enthalten wird. So viel dass es schon wieder wehtut.

Auch hier hab ich x-beliebige Möglichkeiten um mit dem Thema anzufangen, seien es vereinzelte Stichwörter oder Satzfetzen… Manches bringt’s genau auf den Punkt, manches weniger, und je nach dem was ich sag werd ich mehr oder weniger ins Detail gehen müssen.
Beim Punkt über meine versagte Liebe wird es eher trocken geschildert sein. Wer einen tieferen Einblick darin bekommen hat wird mehr darüber wissen. Darüber was war und wieviele weitere Gefühle dabei im Spiel gewesen sind.
Aber um das ganze weniger kompliziert zu machen krall ich mir den banalsten Satz, der die Situation zugleich am besten erklärt:

Es gibt Menschen, die bringen einem wirklich zum kotzen. ♥

Und in einer Person aus dieser Kategorie hab ich mein Herz geöffnet (alle bitte schreien!)… Obwohl ich anfangs bei unserer Begegnung bereits ein gewisses Misstrauen ihm gegenüber empfand, obwohl ich schon ahnte dass es schief gehen würde falls wir tatsächlich um einen Schritt weiter aufeinander zugehen. Aber letztendlich ist der Antrieb zustande gekommen, er hat sich scheinbar in mich verliebt und meine Gefühle hätten es nicht anders erwidert!

Während ich dann schlussendlich dafür auch meine damalige Beziehung mit Kana über Bord geschmissen hab, worüber ich alles andere als glücklich bin, hab ich am Ende nur einen Korb voller Mangos in die Hände gedrückt gekriegt mit dem unglaublich vielsagenden Grund “Ich liebe dich nicht mehr, dein mangelndes Selbstwertgefühl stresst mich.” – wo ein Zusammenkommen doch nicht mehr so weit entfernt gewesen wär. Ein Fail beim letzten Meter. Das tut weh.
(Warum Mangos? Mangos sollen in der ayurvedischen Lehre die Frucht sein, die das Selbstvertrauen stärkt.)

Ironischerweise ist das nicht alles, nein, er hat es auch so noch geschafft auf die restlichen Verbleibe meines Selbstvertrauens herumzustochern, und sich letztlich aus der Sache äusserst sauber herausgeschlichen. Ich mein, es soll ihn ja nicht mehr kümmern wie es mir jetzt seinetwegen geht, wie selbst mein Schlaf und somit mein physischer Zustand darunter leiden, was für ein Gefühlskrieg ich seinetwegen ständig geführt hab, wie mich die Schuldgefühle plagten… aber vor allem, dass es mit Kana und mir vorbei ist. Jawohl *clap*
Dazu hat er wohl auch genug mit mir anstellen können um auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, wieder von neu anzufangen – im Sinne einer “freundschaftlichen” Beziehung.
Ein ehemaliger Arbeitskollege wird enttäuscht sein, dass ich das Wort wieder auszusprechen wage, aber hier kann ich wohl mit Sicherheit sagen: Ich hasse ihn. Waren seine Gefühle überhaupt echt oder auch vorhanden? Langsam zweifel ich daran.

Wenn ich mit jemandem darüber rede, heisst es dann nur wieder “Ohje, vergiss ihn.”, “Er ist ein Arschloch, er hat dich nicht verdient”, oder noch besser: “Du wirst den richtigen schon noch finden”.
Da das Verhältnis zu einer solchen Person in den meisten Fällen auf einer eher oberflächlichen Ebene ist, kann ich dann nicht anders als lächeln, die Schultern zucken und dabei “Jaja, du mich auch” denken.

Warum? Weil es einfach nicht hilft. Erstmals merk ich dass meine Gefühle einfach nicht nachvollzogen werden können, wie sehr meine Psyche darunter leidet als dass ich es einfach abschieben kann.
Bin ich ein Pessimist? Vielleicht. So wie es momentan aussieht kann ich einfach nicht anders als zweifeln.

Nun gut. Dazu hab ich mich scheinbar auf die falschen Leute verlassen, wenn’s darum ging eine Stütze zu haben. Nicht nur ist es offensichtlich dass sie in Wirklichkeit gar kein Interesse daran zeigen, mir irgendwie beizustehen oder sonstwie helfen – nein, man wird wortlos so oft versetzt dass es gar nicht mehr an beiden Händen abzuzählen geht. Danach? Danach geht das Leben weiter, man bemüht sich auch ja nicht auf mich zuzukommen und sagen “Srry, dies und das war”. Es kostet schliesslich viel zu viel Atemluft und Muskelkraft die sie selber brauchen, da müssen sie spärlich damit umgehen! Jawohl *clap*

Wenn ich dann dafür Kritik austeile, heisst es dann wieder “Oh tut mir leid, das und das war, aber ich hoffe du kommst über ihn hinweg.” – Danke schön Frau Blumenkohl, das ist mir natürlich von grosser hilfe und ich nehms mir auch zu Herzen *clap* *clap*
Derweilen müssen sie aber stets gross verkünden wie oh, und ach, glücklich und in love sie doch sind.
Mir wird schlecht. Natürlich ist es schön und ich freu mich auch für diese Leute, aber ganz ehrlich, irgendwann sollte man schon aufhören das anderen unter die Nase zu reiben. Diese Art von Emanzipation nervt nämlich.
Deshalb mein Rat: Wenn ihr’s nicht könnt lasst es. Lasst es und geht wieder in eurer Welt zurück, wo alles super special awesome ist..!

Aber jedem das seine. Es trifft sie nämlich absolut keine Schuld, auch nicht dann, wenn sie eine Person absetzen die eigentlich auf sie angewiesen gewesen wär. Auch nicht dann wenn sie sich aus der ganzen Sache herausschnorren und sich auch nicht dafür entschuldigen. Wirklich nicht. Aber darüber hab ich mich bereits am Dienstag via Twitter ausgelassen, dass ich äusserst angepisst bin von diesen Leuten.

Man gewährt mir nicht mehr die Möglichkeit mich auszusprechen, sodass ich besser mit dieser ganzen Sache abschliessen kann. Ich werd aufgelesen und sofort wieder weggeworfen, ohne dass sich etwas an meiner Ungewissheit ändert. Und falls doch ist es letztlich so, dass mehr destruktive als konstruktive Aussagen kommen, und somit bleibt die Gesamtsituation unverändert. Ich will es selber in die Hand nehmen und etwas daran ändern, aber jede Tür dahin ist mir zugesperrt worden.

Als After-effect fängt es damit an, dass jegliche Gefühle von Liebe gegenüber ihn zu Hass und Verachtung mutieren. Das ungesättigte Verlangen danach, ihn bis am Boden zu trächtigen, wie er es bei mir getan hat. Es ist da, und es verwandelt mich immer mehr zu einer verbitterten, aggressiven Persönlichkeit.
zusätzlich hab ich mich von all diesen Leuten endgültig losgelöst, die mich zu lange an die Nase geführt haben und bin völlig enthusiastisch darauf aus, mich wie ein Panther auf sie zu stürzen und zu reissen.

Ist es Wut? Ist es Neid? Vielleicht. Was ich aber eher sagen kann ist, dass es mir Angst macht. Ich hab Angst davor, meine Selbstkontrolle zu verlieren. Egal wie, sei es dass mich der Zorn so sehr packt, dass ich mir zumuten könnte handgreiflich zu werden, oder dass ich diese Aggressionen sogar an mir selber rauslasse. Diese Ungewissheit führt mich letztlich dazu, den Horror vor dem kommenden Morgen zu haben und schlimmstenfalls mich selber hinter die Tür abzuriegeln.
Ich will mich der Situation stellen, aber wie soll das auch gehen? Schon wenn er mir über den Weg läuft übt das einen genug starken Druck auf mich aus, dass ich daran wieder zusammenbrechen könnte. Egal wie ich mit diesem Ereignis wieder konfrontiert werd, letztlich reisst es die gesamte Wunde in meiner Erinnerung erneut auf. Und ich fang wieder an mir selber Vorwürfe dafür zu machen, warum meine Bindung so kapputt gegangen ist – zu der Person die ich ohne Zweifeln geliebt habe, und die mich beim Auffangen doch fallen lassen hat.

Dazu noch kommt die Tatsache dass ich allein durch das Environnement stets wieder damit konfrontiert werd, da wird der Prozess des Vergessens und Verdrängens noch mehr verhindert.. und deshalb seh ich als einzigen Ausweg, keinen Fuss mehr vor die Wohnung zu setzen. Nicht nur mir, aber auch ihm zuliebe, da ich sowieso eine unbeschreibliche Angst davor hab, ihm zu begegnen.

Ich will nochmal auf das obige Bild zurückweisen und seine Bedeutung für diesen Entry kurz erklären:

Die Katze, die einst noch zutraulich und zahm war, wurde aggressiv und verbittert. Jedoch ist sie innerlich verängstigt und wartet auf die Person, die sie wieder besänftigt.

Die Katze soll mich selber repräsentieren. Es soll zeigen dass ich mich von allem distanziert hab, wie die Katze weggerannt ist und sich in die endlose Kälte begeben hat – wo es ungewiss ist wann jemand auftauchen wird, der die Katze findet und besänftigt. Der Abschnitt bisher wird mit dem ersten Satz dick unterstrichen. Mit dem zweiten Satz möcht ich jetzt fortfahren…

Was ich mir im Moment wünsche ist wieder eine Person an meiner Seite zu haben: also die Person, die die Katze besänftigen kann. Ich wünsch mir jemanden, der stets in meiner Nähe sein kann. Es ist schon nicht so dass ich eifrig danach suche, ich behandel diesen Wunsch von mir vielmehr als eine Nebensache, und das aus diversen Gründen.
Erstmals ist es der Zweifel daran überhaupt wieder jemanden zu finden, der den Platz der letzten Person besser einnehmen kann, indem ich Gefühle für ihn entwickeln kann. Oder wie andere es sagen würden, dass er “mein Herz gewinnen kann”.
Dadurch ist wieder die Angst da, dass mich meine Gefühle letztlich doch wieder zur falschen Person führen.

Jedoch bin ich mir die ganze Zeit bewusst dass ich mich im Moment nicht wieder verlieben kann, dem eingesteckten Trauma sei Dank. Sowieso kann ich auch nicht wirklich mit jemanden resonieren, die völlig normalen Interessen nachgeht und nicht im geringsten mit dem übereinstimmen, was ich tu. Oder wie es Haruhi-sama so schön mal gesagt hat: “First off, I’m not interested in ordinary people.”
Leider gibt es kaum Leute, die auch nur ein Teil meiner “Ansprüche” erfüllen können. Traurige Welt.

Ich will mich gerade auch gar nicht verlieben, aus Angst, wieder so benutzt und verletzt zu werden. Aus Angst, dass er später plötzlich wieder auftauchen könnte, oder das vergangene Ereignis plötzlich wieder hochkommt.
Er hat sich zu sehr in mein Leben gedrängt und aus mir alles herausgejagt, was mir auch nur ansatzweise ermöglichen könnte, erneut dieses Herzklopfen und diese Glückseligkeit zu empfinden wenn ich mit der Person zusammen bin, die ich mag (und wohl nicht nur das).

Obwohl ich mich so sehr danach sehne, ist die Angst letztendlich wesentlich stärker, die Angst davor mich erneut zu verlieben. Und genau darum will ich es nicht und versuch mich dagegen zu wehren, aber im schlimmsten Falle könnte es bereits passiert sein, nur merk ich es nicht.
Wenn ich eine gewisse Zeit darüber nachdenk, mich frag ob es überhaupt jemanden gibt der den Platz an meiner Seite würdig besetzen könnte, und daran zweifel, denk ich nach einer Zeit “Ach, I don’t care”. Dann zuck ich mit den Schultern und leg den Gedanken beiseite mit einer Gleichgültigkeit die “Wird sich schon zeigen” sagt.
Eine Weile später fang ich aber wieder zu zweifeln, manchmal reicht dazu dass ich unterwegs war und somit wieder gesehen hab, was für Leute sich von A nach B bewegen. “orz

Ansonsten hab ich wieder das Gefühl dass ich zugleich nach etwas anderem such, aber was es ist ist auch hier wieder unklar. Worauf warte ich die ganze Zeit, wenn es nicht nicht der Moment der Besänftigung ist? Was ist es dann, was mich gerade so vorantreibt?
Ich kann nicht wirklich sagen dass es mir mies geht. Es ist einfach das hier, was eine riesige Narbe zurückgelassen hat, und ich noch nicht damit umzugehen weiss.

Scheinbar ist das ganze wirklich eine Frage der Zeit, und ich bin ungeduldig. Mal sehen wie es weitergehen soll.

Achja: Wenn mir nochmal wer irgendeinen Schund im Stil von “Vergiss ihn” sagen will, dem zerkratz ich das Gesicht weil spätestens jetzt klar sein sollte, dass es schlichtweg unmöglich ist. ♥